EDELSTEIN-FASSUNGEN

Yeah!

Chatonfassung: Eine aus der Zargenfassung konische Krappenfassung für ein- oder mehre Steine, mit mindestens vier Krappen. Fassungsart für Solitärringe und Karmosierungen.

Eingeriebene Fassung: Eingeriebene Fassungen verleihen dem Schmuckstück ein gleichmäßiges, glattes, elegantes und modernes Erscheinungsbild. Bei der eingeriebenen Fassung, einer Variante der Zargenfassung, wird eine kegelförmige Vertiefung im Schmuckstück angebracht, in die der Stein gesetzt wird, wobei das umliegende Metall um den Stein gepresst wird. Anders als bei Zargen überlappt das Metall bei der eingeriebenen Fassung die Oberseite des Steins nicht.

Kanalfassung: Bei einer Kanalfassung werden die Edelsteine Seite an Seite in einem aus zwei langen Edelmetallbahnen gebildeten Kanal angeordnet. In dieser Fassung können die Edelsteine ihre maximale Brillanz entfalten, jedoch ist es wichtig, dass die Steine über einen präzise geschliffenen Pavillon verfügen. Die Kanalfassung wird häufig für kleine Edelsteine gleicher Größe verwendet.

Besonders bei modernen Designs mit Steinen im Rund-, Baguette-, Smaragd-, Oval-, Prinzess- und Carréschliff kommt diese Art der Fassung zum Einsatz. Da zwischen den Steinen kein Metall und keine Zwischenräume vorhanden sind, entfalten vor allem Prinzess-, Baguette- und Carréformen in der Kanalfassung eine atemberaubende Wirkung.

Die Kanalfassung ist besonders bei Brautschmuck weit verbreitet, zum Beispiel im beliebten Trauring aus Weißgold mit Diamant, aber auch in Tennisarmbändern.

Krappenfassung: Die auch als „Krallenfassung“ bezeichnete Krappenfassung ist die am häufigsten verwendete Technik zum Einfassen von Edelsteinen. Bei einer Krappenfassung wird ein Edelstein zwischen drei bis sechs Krappen gesetzt, die den gleichen Abstand zueinander haben und eine Art Korb bilden.  Dabei sind die Krappenenden umgebogen und liegen am Stein an, wodurch dieser sicher gehalten wird. Üblicherweise werden vier Krappen verwendet, aber es gilt: Je mehr Krappen verwendet werden, desto sicherer sitzt der Stein.

Da sie sich relativ leicht an die verschiedenen Schliffe anpassen lässt, ist die Krappenfassung für die meisten Edelsteine geeignet. Die erhöhte Position fängt das Licht auf ideale Weise ein und bringt Ihren Stein zum Funkeln! Die Krappenfassung eignet sich für alle Arten von Schmuck; besonders häufig sieht man sie jedoch bei Solitär-Ringen, Verlobungsringen und Brautschmuck. Der ultimative Verlobungsring in der berühmten „Tiffany“-Fassung mit sechs Krappen etwa gilt als DER Ring schlechthin.

Entwickelt wurde diese Variante der Krappenfassung 1886 vom Gründer des legendären New Yorker Schmuckunternehmens Tiffany & Co. Krappen- und Pavéfassung in Kombination eignen sich besonders für Schmuckstücke mit schmaleren Schultern oder für kleinere Edelsteine.

Krallenfassung: Ist eine Krappenfassung. Abgeleitet von der Kraulenfassung. An Stelle von je einer Krappe zum Halten des Steines, werden jeweils zwei Krappen verwendet.

Pavéfassung: Pavé (ausgesprochen:„Pa-vee“) ist das französische Wort für „gepflastert“. In einer Pavéfassung werden viele Edelsteine zusammen eingesetzt, wodurch der Eindruck von mehr Größe entsteht. Dabei erinnern die einzelnen Steine an winzige Pflastersteine, die so nahe beieinander liegen, dass nur eine geringe Menge an Edelmetall zu sehen ist. Die Steine werden durch kleine Kügelchen des Fassungsmetalls gesichert und voneinander getrennt, wodurch sich dem Betrachter ein wundervoll glitzernder Teppich aus Edelsteinen darbietet.

Für die Pavéfassung eignen sich am besten Baguette-, Smaragd-, Oval-, Prinzess-, Rund- und Carréschliffe. Die Pavéfassung wird oft mit anderen Fassungen kombiniert.

Solitärfassung: Kommt vom franz. „solitaire- Einsiedler“ Ist ein einsteiniger Damen- oder Herrenbrillant Vorsteckring .

Spannfassung: Die Steine werden nicht durch Krappen oder Zargen gehalten sondern einzig durch die Spannung im Metall. Es kommt so die gesamte Schönheit des Steines zur Geltung

Zargenfassung: Bei der Zargenfassung werden die Seiten des Edelsteins präzise von einem den Stein leicht überlappenden Metallstreifen umschlossen. Dieser Streifen kann einen geraden oder gebogenen Rand haben, der den Stein entweder vollständig oder – wie bei einer Semi- bzw. Halbzargenfassung- nur teilweise einfasst.

Die Zargenfassung ist eine sehr alte Technik, die dem Schmuckstück ein konturenreiches, leicht antikes und dennoch modernes Aussehen verleiht. Zargenfassungen sind sehr arbeitsaufwändig und müssen von Winkel zu Winkel ausgewogen und gerade sein.

Die Zargenfassung kann zwar für jeden Schliff verwendet werden, gilt jedoch bei Edelsteinen mit geraden Seiten und Winkeln als schwierig; leichter in Zargenfassung zu setzen sind ovale und runde Schliffe. Da die Zargenfassung die Ecken, die Rundiste und den Pavillon des Edelsteins schützt, eignet sie sich besonders gut für Menschen mit einem aktiven Lebensstil. Sie wird für Ohrringe, Armbänder, Halsketten und Ringe verwendet und ist dabei besonders für Schmuckstücke mit breiteren Schultern oder größeren Edelsteinen geeignet.

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