Uhrenarten

8-Tage-Werk: Muß nur alle acht Tage aufgezogen werden. Sie haben ein größeres Federhaus und meist ein zusätzliches Zahnrad im Räderwerk.

24 Std. Anzeige:  Anzeige meist mit kleinem Zeiger, ob es vormittags oder nachmittags ist. Praktisch zum Stellen der Uhr bei Datumsanzeige.

Additionsstopper: Eine besondere Form eines Chronographen, bei dem der Chronozeiger mittels der Krone/Drücker ohne Nullstellung erneut gestartet werden kann, d.h. zu der gestoppten Zeit wird die neu zu messende Zeit addiert. Dies ist sowohl bei mechanischen als auch bei Quarz-Chronographen immer gegeben.

Analoganzeige: Eine Analoganzeige bedient sich der Hilfe von Zeigern auf einem Zifferblatt, um die Uhrzeit anzuzeigen. Im Gegensatz dazu steht die Digitalanzeige, die die Uhrzeit mittels Ziffern (Digits) auf einem Display wiedergibt.

Astronomische Uhr: Zeigt neben der Zeit auch Datum, Wochentag, Monat, ggf. auch Jahr und Sonnenauf- und Sonnenuntergang an; Armbanduhren beschränken sich jedoch meistens aus Platzgründen nur auf den sogenannten Vollkalender Tag / Datum / Monat / Jahr.

Atomuhr: Bei der Atomuhr handelt es sich um einen Zeitmesser, dem die hochfrequente Schwingungsdauer bestimmter Atome zugrunde liegt (z.B. Caesium oder Rubidium). Diese werden dann durch ein elektromagnetisches Feld oder optisches Pumpen zu Schwingungen angeregt und synchronisieren  so einen Quarzgenerator. Der Amerikaner Isidor Isaac Rabi (1898-1988) entwickelte die erste Atomuhr an der Columbia University und erhielt dafür im Jahr 1944 den Nobelpreis. Im Jahr 1973 begann die Physikalisch-Technische Bundesanstalt in Braunschweig damit, Caesiumuhren-Zeitsignale  (einschließlich Kalenderangaben und Informationen über die Sommerzeit) über den Langwellensender DCF77 in Mainflingen bei Frankfurt am Main abzustrahlen. Der DCF77-Sender der PTB verbreitet das Zeitsignal auf einer Langwellenfrequenz von 77,5 kHz mit einem Radius von etwa 1.500 km.  Im Vereinten Königreich, in Japan und in den USA existieren ähnlich funktionierende Zeitsignalsender.

Automatikuhr: Die Automatikuhr ist eine mechanische Armbanduhr, bei der die Feder bei Armbewegungen des Trägers durch einen Rotor in kleinen Schritten aufgezogen wird. Der Rotor, der zumeist kugelgelagert ist, bleibt bei Bewegungen des Uhrgehäuses aufgrund seiner Massenträgheit und  der Schwerkraft im Raum stehen, wobei ein Drehmoment auf den Aufziehmechanismus ausgeübt wird. Im Normalfall wird die Feder in beide Drehrichtungen aufgezogen. Liegt die Drehbewegung des Gehäuses in der Achse des Rotors, so beruht das Prinzip allein auf dem  Trägheitsmoment des Rotors. Dieses Phänomen funktioniert also auch in der Schwerelosigkeit.

Bei Drehbewegungen, die senkrecht zur Achse des Rotors stattfinden, kommt die Exzentrizität desselben zum Tragen: Der Rotor ist zumeist nur halbkreisförmig ausgebildet, so dass sein Schwerpunkt nicht mit seiner Achse zusammenfällt. Wird die Uhr nur leicht aus der Horizontalen gedreht, genügt dies gegebenenfalls für eine 180-Grad-Drehung des Rotors. Eine Rutschkupplung verhindert ein Überdrehen der Zugfeder, wenn die Uhr bereits voll aufgezogen ist. Automatikuhren zeichnen sich neben ihrer einfachen Handhabung auch durch einen erheblich gleichmäßigeren  Lauf aus, der durch die stets gleichmäßig gespannte Feder ausgelöst wird.

Die Einführung der Automatikuhr brachte damit einen großen Fortschritt in Bezug auf die Gangabweichung.

Auto-Quarz Antrieb: Der japanische Großhersteller Seiko entwickelte eine Verbindung von automatischem Antrieb und Quarzregelung des Gangs, die zur Folge hat, dass die Uhr batteriefrei laufen kann und dennoch keine Abstriche in der Quarzgenauigkeit macht. Mittlerweile sind auch Handaufzugs-Modelle mit Quarzregelung auf dem Markt verfügbar. Ein Vorteil dieser Technik ist, dass sich die Uhr auch dann die Zeit merkt, wenn sie mangels Antriebsenergie stehen bleibt (bis zu vier Jahre). Erfolgt eine erneute Bewegung stellt sie sich automatisch auf die aktuelle Zeit ein. (Auto replay)

Barometeruhr: Mit integriertem Quecksilberbarometer; nutzt den sich ändernden Luftdruck zum Aufziehen der Zugfeder und kommt deshalb ohne weitere Energie aus.

Big Date: Großes Datum. Im Gegensatz zum normalen Datum sind hier die Zahlen auf einzelnen Scheiben und dadurch sehr viel größer und besser lesbar.

Binäre Uhr: Eine binäre Uhr stellt die aktuelle Zeit in binärer Form dar. Das bedeutet, dass jede Dezimalziffer der ausgegebenen Zeit einzeln in das Dualsystem angezeigt und umgerechnet wird. Die Anzeige wird mittels LED realisiert. Die binäre Uhr verfügt über 6 Spalten und diese bilden je im Doppel die Stunden, Minuten und Sekunden. Dabei zeigt die erste Spalte eines jeden Zweierblocks die Zehnerwerte an und die zweite Spalte die Einerwerte.

Chronograph: Die Bezeichnung Chronograph leitet sich aus den griechischen Begriffen chronos für „Zeit“ und grapho für „Ich schreibe“ ab und ist die Bezeichnung für eine Stoppuhr. Erfinder des ersten Chronographen war der Franzose Rieussec im Jahre 1821. Ein Jahr später meldete er auf seine  Erfindung ein Patent an. Ein Chronograph verfügt über Stunden- Minuten- und Sekundenzeiger und bietet zusätzlich einen weiteren Mechanismus, der einen meist zentral angeordneten Chronographenzeiger durch manuelle Betätigung eines Drückers aktiviert, deaktiviert und wieder in Nullstellung bringt, ohne das eigentliche Uhrwerk zu beeinflussen. Mit diesem System lassen sich Zeitspannen von einer Minute bis zu 12 Stunden messen, je nach technischer Ausstattung.

Chronograph Rattrapante: Uhr mit zwei Chronographenwerken und übereinander liegenden Chronographenzeigern; erlaubt die Messung von Zwischenzeiten. Während ein Zeiger angehalten werden kann, um die Zwischenzeit zu notieren, läuft der zweite Zeiger weiter. Der angehaltene Zeiger kann dann entriegelt werden um seinen Partner einzuholen (sprunghaft). Dieser Vorgang kann beliebig oft wiederholt werden.

Doppelchronograph: Uhr mit zwei Chronographen-Mechanismen, die quasi unabhängig voneinander arbeiten; zur Messung von unterschiedlichen Kurzzeiten verwendbar

Chronometer: Sehr genau gehende Uhren; heute Ausdruck für Präzisionsuhren, die an einer offiziellen Prüfstelle geprüft wurden und die festgelegten Grenzwerte nicht überschritten haben.

Doppelchronometer: Chronometer mit zwei voneinander unabhängigen Werken (und Zifferblättern) in einem gemeinsamen Gehäuse, die sich gegenseitig physikalisch beeinflussen, d.h. ihre geringen Unregelmäßigkeiten gegenseitig ausgleichen

Digitalanzeige: Die Geschichte der Digitaluhr reicht ins 19. Jahrhundert zurück, so existierte bspw. im Bühnenportal der Dresdner Semperoper eine der ersten Exemplare. Die Digitaluhr verwendet sogenannte Digits (Ziffern) und bedient sich entweder der LED oder LCD Technik, um die Ziffern anzuzeigen. Bei der tatsächlichen Zeiterfassung ist es unerheblich ob es sich um Analog- oder Digitaltechnik handelt. Bei einer Analoguhr kann die Zeiterfassung auch mittels Digitaltechnik realisiert werden und Digitaluhren können ebenfalls durch Analogtechnik bedient werden.

Eco-Drive:  Bei aller Präzision besitzen Quarzuhren ein entscheidendes Manko – die sehr begrenzte Lebensdauer der Batterie. Dabei sind alternative Energiegewinnung und modernes Power-Management für umweltverträgliche Quarz-Zeitmesser längst in den Bereich des Normalen gerückt. Die von Citizen exklusiv entwickelte Antriebsinnovation durch Solar, die Eco-Drive Technik vereint höchste Ansprüche an Ökonomie, Ökologie und Ästhetik.

Durch den Einsatz hochempfindlicher Photozellen kann Sonnen- oder Kunstlicht und sogar das Licht einer Kerze in elektrische Energie umgewandelt und für den Uhrenantrieb genutzt werden. Weil überschüssige Energie automatisch in einem kleinen Akku gespeichert wird, funktionieren diese Uhren auch dann, wenn sie über Monate im Dunkeln liegen. Mit der Dunkelgangreserve bis zu 3 Jahren ist die Eco-Drive Technologie einzigartig. Die Solartechnologie ermöglicht es, dass nie wieder eine Batterie gewechselt werden muss. Bei Taucheruhren ist dies besonders vorteilhaft, weil ein Batteriewechsel oft eine Undichtigkeit der Uhr nach sich zieht.

Ewiger Kalender: Einen ewigen Kalender in die präzise Technik eines Uhrwerks zu integrieren ist keine leichte Aufgabe. Es werden Tag, Wochentag, Wochenzähler, Monat, Jahreszeit, Schaltjahresanzeige und Mondphase über die Jahre hinweg präzise angezeigt, ungeachtet der geraden und ungeraden Monate oder der Schaltjahre. Unsere Zeitrechnung geht auf den gregorianischen Kalender zurück, nach dem das Jahr 365 Tage, 5 Stunden, 48 Minuten und 46 Sekunden dauert. Da uns nach dieser Rechnung jedes Jahr circa sechs Stunden verloren gehen, wird alle vier Jahre ein Schaltjahr eingeschoben, um den Verlust wieder auszugleichen.

Fliegeruhr:  Im zweiten Weltkrieg entwickelte Uhr in (damaliger) Übergroße (etwa Taschenuhrformat), mit Präzisionswerk, meistens mit Leuchtziffern und -Zeigern sowie Sekundenzeiger mit Stoppfunktion; zusätzlich langes, robustes Armband, das über der Montur getragen werden kann;  außerdem mit Weicheisen-Innengehäuse versehen, das das Werk vor Magnetismus schützt.

Funkuhr:  Funkuhren empfangen über einen Zeitzeichensender die exakte Zeit der Atomuhr. Eine Atomuhr steht beispielsweise in der Physikalisch-Technischen-Bundesanstalt (PTB) in Braunschweig. Diese Atomuhr ist mit dem DCF77-Funkturm in Mainflingen bei Frankfurt verbunden, der die Funkuhren steuert. Der Funkturm in Mainflingen erreicht eine Uhr mit Funk-Technologie je nach Modell in einem Radius von bis zu 1.500 km. In Deutschland wird das Zeitsignal DCF77 auf der Frequenz 77,5 kHz ausgestrahlt. Bei einer Zeitumstellung stellt sich die Funkuhr automatisch um, sobald sich die Atomuhr umgestellt hat und das Signal über den Funkturm bei der Uhr ankommt. Auf Reisen können die meisten Funkuhren ganz einfach auf die entsprechenden Zeitzonen eingestellt werden. So zeigen sie in weiten Teilen Europas die funkgenaue Ortszeit an. Einige Modelle schaffen dies auch weltweit.

Jahresuhr: Eine Jahresuhr verfügt über eine Gangreserve von einem Jahr und muss folglich nur einmal im Jahr aufgezogen werden. Damit das auch gewährleistet ist wird eine Jahresuhr mit einem besonders zuverlässigen Uhrwerk ausgestattet. Sie arbeitet mit einem Drehpendel.

Kinetic: Bei Kinetic-Uhren handelt es sich um Quarzuhren, die den nötigen Strom nicht aus einer Batterie beziehen, sondern – ähnlich einer Automatikuhr – aus den Bewegungen des Trägers, die auf ein Schwungrad übertragen werden. Ein extrem kleiner und leichter Generator erzeugt daraus dann die Spannung für das Quarzwerk. Überschüssige Energie wird in einem Kondensator gespeichert, dadurch wird eine Gangreserve von bis zu 3 Monaten erreicht.

LED Display: Ist die technische Bezeichnung für die elektrooptische Anzeige mittels Light Emitting Diod. (Leuchtdiodenanzeige)

Kurzzeitmesser: Allgemeine Bezeichnung für einen Mechanismus, mit dem kurze Zeitspannen gemessen werden können, z.B. Stoppuhr oder „Eieruhr“.

Mechanikuhr: Die mechanische Uhr ist grundsätzlich mit einem Handaufzug ausgestattet und läuft ausschließlich mittels eines mechanischen Schwingsystems, dass durch eine aufgezogene Feder in Gang gebracht wird.

Multifunktionsuhr: Quarzarmbanduhr, die neben der normalen Zeitangabe weitere Funktionen wie Stoppeinrichtung, Timer, Kalender und 24-Stundenanzeige besitzt.

Nullzähl-Alarm: Dabei handelt es sich um eine rückwärts laufende Stoppuhr, die beim Erreichen der Zielzeit (0 Minuten/ 0 Sekunden) einen Signalton von sich gibt.

Offiziersuhren: Sind ein Vorläufer der Reiseuhr aus dem 19. Jahrhundert. Das Gehäuse bestand in der Regel aus feuervergoldetem Messing oder aus feuervergoldeter Bronze. Die Offiziersuhr hatte ein mit Löwentatzen verziertes Gehäuse und wurde zumeist in einem passenden Kästchen aus Holz geliefert, in das die Uhr passgenau eingesetzt werden konnte.

So waren Offiziersuhren auch unterwegs geschützt. Dieser Uhrentyp war besonders in der napoleonischen Zeit in Deutschland und der Schweiz verbreitet. Sie verfügten über ein Schlagwerk und Repetition und teilweise auch über ein Weckerwerk.

Quarzuhr: Arbeitet mit schwingendem Silizium-Quarzkristall in Stimmgabelform, der synthetisch hergestellt wird. Ein Oszillator regt diesen zum hochfrequenten und nahezu konstanten Schwingen an; elektrische Impulse (Piezo-effekt) werden durch sein Schwingen selbst erzeugt  und können gezählt werden. Diese sehr konstante Anzahl an Impulsen regelt nun die Frequenz des Ausgangsimpulses der Elektronik; übertrifft in der Ganggenauigkeit mechanischer Räderuhren um den Faktor 30-500.

Taucheruhr: Speziell für den Tauchsport entwickelte Armbanduhr mit wasserdichtem Gehäuse. In der Regel sind diese Uhren bis mindestens 200m Tiefe (20 bar Druck) wasserdicht. Drehbarer und beschrifteter Lünette zur Einstellung und Kontrolle der Tauchzeit (aus Sicherheitsgründen lässt sich diese nur  gegen den Uhrzeigersinn drehen) sowie gut lesbarem, kontrastreichem Ziffernblatt, z.T. auch mit Tiefenmesser ausgestattet. Minuten und Stundenzeiger müssen deutlich unterschiedlich und damit unverwechselbar sein. Sie verfügen meistens auch über eine verschraubte Krone um eine hohe Dichtigkeit zu erhalten. Profi-Taucheuhren verfügen über ein Logbuch. Dies ermöglicht das Speichern von Tauchgängen und das Aufrufen von Daten früherer Tauchgänge.

Toch Screen Technologie: High-Tech für den Alltag, Freizeit und Sport. Die Uhren besitzen ein taktiles Glas, das berührungssensitiv ist und somit die Schnittstelle zwischen dem Träger der Uhr und ihren vielfältigen Funktionen bildet. Durch einfaches Berühren des Glases können alle Funktionen abgerufen werden.

Weltzeituhr: Armbanduhr mit Hilfszifferblättern, auf denen mehrere Zeitzonen angezeigt werden; die jeweilige Zeitzone wird oftmals symbolisiert durch die innerhalb dieser Zone größte Stadt.

Yachttimer: Unter einem Yachttimer versteht man eine Sportuhr mit verschiedenen Funktionen, die für den Segelliebhaber unentbehrlich sind.

Natürlich verfügt ein Yachttimer über eine Wasserdichtigkeit von mindestens 10 bar, um eine reibungslose Funktion auch bei Regen zu garantieren (auch mit verschraubter Krone).

KOMPASS: Anzeige des geografischen Nordens unter Berücksichtigung des magnetischen Nordpols und der einstellbaren magnetischen Deklination nach Osten bzw. Westen.

LOGBUCH: Ermöglicht das Speichern von Tauchgängen u.das Aufrufen von Daten früherer Tauchgänge

REGATTAFUNKTION / TIMER: Der einstellbare Countdown (bis 10 Minuten- er zählt die Zeit rückwärts ab der in Stunden, Minuten u. Sekunden eingestellten Startzeit) für den Regattastart mit Zeitzeichen wird nach dem Start als Zeitmesser für die Regatta verwendet. Ein Signallaut gibt Auskunft über die verbleibende Zeit bis zum Rennstart

WETTER / BAROMETER Anzeige: Relativer Luftdruck – Absoluter Luftdruck – Histogramm

Zurück nach oben