Perlen Bewertung

Die Bewertung einer Perle erfolgt nach folgenden Bewertungskriterien.

Das Lüster
Als Lüster wird der Glanz einer Perle, der aus ihrem Inneren heraus zu kommen scheint, bezeichnet. Das Lüster verleiht der Perle ihre unverwechselbare Ausstrahlung und ist daher das wichtigste Kriterium für die Qualität einer Perle. Eine Perle die mangelhaft beschichtet ist, hat fast kein Lüster. Sie sieht matt und weiß aus und hat nur einen geringen Wert.

Der Glanz einer Perle hängt von ihrer Brillianz, das heißt ihrer Fähigkeit, Licht zu reflektieren, ab. Bei sehr guten Perlen kann diese Ausprägung den Effekt eines Spiegels hervorrufen. Der Glanz von Perlen reicht von perfekter Brillianz bis zu matter Undurchsichtigkeit.

Die Farbe
Als objektives Kriterium sagt die Farbe nichts über die Qualität einer Perle aus, wohl aber über ihren Wert. Denn der Wert einer Perle steigt mit der Seltenheit ihrer Farbgebung.

Alle Farbvariationen von hellem weiß über rosa bis goldfarben und blauschwarz treten auf. Die teuersten Farben sind pfauengrün, auberginenpurpur und marineblau, zusätzlich alle Schattierungen von grau und jene mit einer schillernden Oberfläche. Die Farbnuancen werden durch die Lichtbrechung auf der Perlenoberfläche hervorgerufen.

Die Form
Die Formenvielfalt der Perlen ist fast unerschöpflich und sehr reizvoll. Annähernd runde Formen oder vollendete Tropfen gelten als besondere Kunst der Natur und sind entsprechend wertvoll.

Die am meisten begehrte Form der runden oder perfekt sphärischen Perle ist auch die seltenste. Aber es gibt viele andere Formen, die alle ihren eigenen Charme besitzen. Sie werden gewöhnlich eingeteilt in: „halb rund“, eine leicht deformierte Kugel; „semi barock“, die eine Rotationsachse zeigt und als Knopf, Oval, Tropfen und Birnenform vorkommt und „kreisförmig“, die über mehr als einem Drittel ihrer Oberfläche Furchen aufweist.

Die Oberfläche
Was die Natur als einzigartiges Kunstwerk hervorbringt ist selten “technisch” perfekt. Selbst in hohen Preislagen finden sich daher Perlen mit kleinen Schönheitsfehlern an ihrer Oberfläche.

Die Grösse
Der Wert einer Perle steigt mit zunehmender Größe überproportional. Die Größe wird durch den kürzesten Durchmesser bestimmt und variiert normalerweise zwischen 3,5 und 14 mm. Einige Tahiti Zuchtperlen erreichen 16 mm oder in seltenen Fällen sogar 18 mm.
Die größte bis jetzt gefundene Perle hat einen Durchmesser von 21 mm. Dennoch ist Größe niemals ein Wert an sich.

Die Perlenreinheit
Wie bei allen Perlen hilft die Oberflächenbeschaffenheit den Wert zu bestimmen. Die Qualität wird beurteilt nach der Position und Anzahl von Schönheitsfehlern wie Beulen, Kratzern und Flecken, die alle den Wert der Perle reduzieren. Makellose Exemplare sind selten.

Dicke des Perlmutts
Je mehr Perlmuttlagen eine Perle aufweist um so haltbarer ist dieses Juwel. Die Dicke der Perlmuttschicht wird wesentlich durch die Zeitdauer des Perlenwachstums und durch die Wassertemperatur beeinflußt.

Qualität von Perlen
Ist es ausschließlich die Schönheit in den Augen des Betrachters oder kann sie objektiv gemessen werden? Wenn es darum geht, Zuchtperlen auszuwählen, muss der Kunde sowohl auf subjektive als auch objektive Kriterien vertrauen. Form, Größe, Qualität und Seltenheit des Juwels sind alles Charakteristiken, die objektiv bewertet werden können. Je runder und größer zum Beispiel eine Zuchtperle ist, je wertvoller ist sie. Oberflächenbeschaffenheit spielt auch eine große Rolle in der Wertbestimmung. Je weniger Mängel je besser.
Glanz ist ein weiterer Faktor. Normalerweise ist eine Perle von höchster Qualität brilliant und reflektiert das Licht gut, jedoch wird bei grauen Perlen manchmal ein mittlerer oder leichter Glanz bevorzugt.

Erst das ausgewogene Zusammenspiel aller 5 Bewertungskriterien sichert den Perlen ihre Schönheit und ihren wahren Wert. Größe, Form, Farbe, Glanz und die Reinheit bestimmen den Wert einer Perle:

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