Imitationsperlen

Imitationsperlen sind ganz oder teilweise künstlich hergestellte Produkte, die das Aussehen, die Farbe und die Effekte von echten Perlen oder Zuchtperlen nachahmen, ohne deren physikalische oder chemische Eigenschaften zu besitzen, selbst wenn sie aus natürlichen Substanzen hergestellt wurden.

Alle Produkte von perlenähnlichem Aussehen sind Imitationen, falls ihre äußerste Schicht nicht aus Perlmutt, das im Inneren von lebenden Mollusken abgesondert wurde, besteht.

a) Imitationsperlen müssen als solche unmissverständlich bezeichnet werden. Das Wort „Imitation“ muss immer integrierter Bestandteil der Bezeichnung sein.

b) Es ist nicht erlaubt, für Imitationsperlen die Begriffe „Perle“, „Zuchtperle“, „Kulturperle“, „zuchtperlenähnlich“ oder einen ähnlichen Ausdruck zu benutzen.

c) Es ist unzulässig, den Begriff „Perle“ zu benutzen, auch wenn er beispielsweise von einer Anmerkung begleitet wird, welche auf eine Fußnote hinweist, die zum Ausdruck bringt, dass es sich um eine Perlimitation handelt.

d) Jede Imitation muss klar und deutlich gekennzeichnet werden. Handelsbezeichnungen oder Phantasienamen müssen ohne jeden Zweifel verdeutlichen, dass der betreffende Artikel eine Imitation ist (z.B. „Imitationsperle Majorica“ stellt klar, dass es eine Imitationsperle ist).

e) Es ist unzulässig, im Zusammenhang mit Imitationsperlen den Namen einer georgraphischen Region zu verwenden, der mit Vorkommen, Bearbeitung oder Export echter Perlen oder Zuchtperlen in Verbindung gebracht wird (z.B. „Perla di Kobe“).

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