Kettenarten

ANKERKETTE (AK): Ihre Grundform ist die Schiffsankerkette. Oval geformte Kettenglieder in verschiedenen Stärken bilden die Charakteristik. Sie ist die Grundform für viele weitere Kettenarten.

Eine gefeilte Ankerkette ist eine KARRE-Kette

RUND GEDRÜCKT: Kompakte Kettenform mit sehr schmalen Gliedern, die abwechselnd quer und längs ineinander greifen; enges Maschenbild

VIERKANT GEDRÜCKT: Kompakte Kettenform mit schmalen Gliedern, die abwechselnd quer und längs ineinander greifen; enges, geschlossenes Maschenbild

VIERKANT GEFEILT: Kompakte Kettenform mit schmalen Gliedern, die abwechselnd quer und längs ineinander greifen; enges, geschlossenes Maschenbild

DOPPEL-AK: Grobgliedrige Kettenform mit Mehrfachgliedern; unebenes, belebtes Maschenbild

DOPPEL-AK-GEDRÜCKT: Kettenform mit schmalen, schräg aneinander gereihten Gliedern; ebenmäßiges Maschenbild

DOPPEL-AK-ÜBERDREHT: Kettenform mit zwei umeinander geschlungenen Einzelbändern

DOPPELGEDREHTE-AK: Grundform ist eine gedrehte Ankerkette. Beliebte und weitverbreitete Kette mit vielen Variationsmöglichkeiten. Übernommen von den Kreuzzügen, als die Ring- und Kettenhemden aufkamen.

ANSATZBAND: Ein in Edelmetall hergestelltes, leicht bewegliches, maschinell oder in Handarbeit montiertes Armband für Uhren mit Schließe und Befestigungsenden. Verschlussteil ist meist ein Leiterschloss zum Verstellen der Armweite. Die ersten Ansatzbänder wurden um 1920 hergestellt. Mit dem Einsetzen der Schmuckuhr in Edelmetall um 1960 begann eine neue Linie bei den Ansatzbändern. Am beliebtesten waren die „Ziegel- und Milanaiseansatzbänder“.

BROADKETTE: Kommt von broad = breit. Die Glieder einer Ankerkette nur flachgewalzt oder flachgeschlagen.

DIADEM: Schmale Stirnbinde zum Zusammenhalten der Haare im Altertum (Kopfbinden). Nach einem Sieg im kriegerischen oder friedlichen Kampf wurden im Altertum Stirnbinden getragen, wobei sich der Lorbeerkranz ~Imperatorreifen~ entwickelte.

Die Römer entwickelten später daraus den metallischen Stirnreifen. Im 6. Jh. Entstanden unter dem christlichen Kaiser Justinian dem Großen an dem Metallreifen Kopfbügel, wobei die Verbindung in der Mitte mit einem Kreuz versehen wurde (Bügelkrone).

Zum Zeichen der Herrscherwürde wurde sie aus Edelmetall hergestellt und mit Edelsteinen besetzt. Kaiser Konstantin der Große legte ab 325 n. Chr. den Grundstein zur Entwicklung der Krone aus dem Diadem im späteren Sinn. In der heutigen Zeit hat das Diadem an Bedeutung verloren, dessen Hochblüte, als Kopfschmuck der Dame, zur Zeit der Monarchien bestand. Das heutige Diadem ist für Frauen und Männer das Stoffband mit Werbeaufschrift zum Aufsaugen des Stirnschweißes bei sportlicher Tätigkeit.

DOPPEL PANZER: Grundform ist eine gedrehte Ankerkette. Beliebte und weitverbreitete Kette mit vielen Variationsmöglichkeiten. Übernommen von den Kreuzzügen, als die Ring- und Kettenhemden aufkamen.

ERBSKETTE: Kettenform mit kleinen, abgeflachten und kugelrunden Gliedern, die abwechselnd quer und längs ineinander greifen; enges Maschenbild

FUCHSSCHWANZ: Kettenform, bei der je zwei Glieder auf der einen Seite in das nächste Gliederpaar greifen und auf der anderen Seite das nächste Gliederpaar umfassen; dadurch wirkt jedes Gliederpaar dreieckig; enges Maschenbild

FIGARO ANKER: Grobgliedrige Kettenform mit schmalen, ovalen Gliedern, die abwechselnd quer und längs ineinander greifen; kleine und große Glieder im Wechsel; sehr offenes Maschenbild

FIGARO PANZER: Besonders grobgliedrige Kettenform, bei der abwechselnd kleine und große Glieder ineinander greifen; offenes Maschenbild

FISCHGRÄTENKETTE: Die Fischgrätkette ist eine Halskette, deren Kettenglieder in ihrer Form an Fischgräten erinnern. Hierbei handelt es sich um eine eher grobe Kette, bei der die Kettenglieder wie einzelne Fischgräten dicht nebeneinander liegen. Trotz ihrer groben und voluminösen Struktur wird die Fischgrätkette nicht nur von Männern getragen. Auch Frauen schmücken sich gern mit dieser auffälligen Kette.

GARIBALDI: Kompakte, aber sehr fein wirkende Kettenform mit mehreren, zarten Gliedern pro Reihe; eher offenes Maschenbild

IRRGANG (S-Panzerkette): Kompakte Kettenform mit S-förmigen, dicht aneinander gereihten Gliedern; dichtes Maschenbild

KÖNIGSKETTE: Die Königskette ist eine Halskette, bei der die Kettenglieder oft im Vierkant- oder Rundstil gehalten sind. Durch diese Form erhalten sie ein sehr massives Aussehen. Die Königskette lässt sich gut mit anderen Ketten kombinieren, wird sehr gern von Männern getragen, doch auch immer mehr Frauen entdecken das spezielle Design dieser Kette für sich.

KUGELKETTE: Eine Kugelkette ist eine beliebte Form der Halskette, die in 2 verschiedenen Formen vorkommen kann. Bei der ersten Variante werden bilden zusammengesetzte kleine Kugeln die einzelnen Kettenglieder. In der zweiten Variante werden einzelne Kugeln lose auf eine Schnur oder Draht gefädelt. Kugelketten erfreuen sich bei allen Schmuckliebhabern großer Beliebtheit, egal ob weiblich oder männlich. Sie sind unkompliziert zu tragen und können mit fast jedem Anhänger kombiniert werden.

SCHLANGENKETTE: Die Schlangenkette gehört zu den Lieblingsketten aller Schmuckliebhaber, die ihre Halskette gern mit einem Kettenanhänger kombinieren. Hier sind alle Kettenglieder so eng gefasst, dass sich fast keine Zwischenräume zwischen den einzelnen Gliedern erkennen lassen. Diese glatte Struktur führt insgesamt zu einer abgerundeten Kettenform und erinnert an eine Schlangenhaut. Das gleichmäßige Ineinandergreifen der Kettenglieder bietet zudem den Vorteil, dass sich Anhänger nicht an den Kettengliedern verhaken können und immer am richtigen Platz sitzen.

SCHNECKEN PANZER: Grobgliedrige Kettenform, bei der je zwei große Glieder miteinander und durch ein weiteres, kleines verbunden sind; offenes Maschenbild

STÄBCHEN ANKER: Kettenform mit rechteckigen Gliedern, die in der Mitte ein Teilungsstäbchen aufweisen

STÄBCHEN PANZER: Kettenform mit ovalen Gliedern, die in der Mitte ein Teilungsstäbchen aufweisen; offenes Maschenbild

VENEZIANERKETTE: Die Venezianerkette ist eine Halskette, die aus kleinen eckigen Gliedern besteht. Diese eckigen Gleiter greifen abwechselnd quer und längs ineinander, bleiben aber dennoch sehr flexibel. Ihren Namen verdankt die Venezianerkette ihrer Herkunft aus Italien. Venezianerketten gibt es in allen Ausführungen, von sehr fein bis grob und schwer, daher erfreut sie sich sowohl bei Frauen, als auch bei Männern großer Beliebtheit.

ZOPFKETTE: Die Zopfkette ist eine sehr kompakte Halskette mit kleinen Kettengliedern. Die einzelnen Kettenglieder der Zopfkette greifen versetzt und sehr eng ineinander, so dass die Kette in ihrer Struktur einem Zopf ähnelt. Dadurch wirkt die Kette insgesamt sehr symmetrisch und elegant,
erhält aber durch ihre Verarbeitung zugleich auch eine robuste Beschaffenheit.

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