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EDELSTEINFASSUNGEN: Siehe EDELSTEIN FASSUNGEN

EDELZINN: Dafür sollte die Bezeichnung „chemisch reines Zinn“ stehen. Chemisch reines Zinn ist erst seit dem 20 Jh. Herzustellen. Man verwendete aber bereits in früheren Zeiten Zinnlegierungen zur Ess- und Trinkkultur, die nicht aus chemisch reinem Zinn bestanden.

Bei Antiquitäten trennt man das Edelzinn vom Gebrauchszinn durch die Dekor-erscheinung. An Objekten aus der hälfte des 16 Jh. Und aus dem 17 Jh. Kann man an verzierten Schaustücken aus Zinn die Unterscheidung vom Gebrauchszinn (sparsam im Dekor) am deutlichsten erkennen. Für Zinn ohne Bleizusatz sind die Bezeichnungen „Engelszinn und Englisches Zinn“ gebräuchlich. Beim sogenannten „Kayserzinn handelt es sich um schönes Tafelzinn aus dem 19 Jahrhundert. Chemisch reines Zinn wird als „Spiauter“ bezeichnet und als Sauerstoff reduzierendes Schmelzmittel beim Silbergießen in Ossa sepia verwendet.

EINBETTEN: Darunter versteht man: Das Einbetten eines Wachsmodells in einer gipsartigen Masse zu Vorbereitung zum Gießen von Schmuckstücken oder Schmuckteilen in einer Schleuder – oder Vakumgußanlage.

EINFEILEN: Mittels einer Dreikantfeile bestimmte Muster oder Kerben (Vertiefungen mit einer Kante) herstellen. Das Einfeilen eines Auges bei einem Medaillon oder einer Rille, damit bei einer Armbandfeder mit dem Fingernagel der Drücker federartig bewegt werden kann.

EINSCHRAUBEN: Das Befestigen von Perlen auf einen Perlstift mit Gewinde. Im Uhrzeigersinn wird nach dem Auftragen eines Perlkittes (Kleber) die Perle festgeschraubt, Dadurch entsteht ein Innengewinde. Fachlich richtiges Aufkitten (Finieren) von Perlen.

EINBRENNEN: Bezeichnung  für jenen Vorgang, bei dem man auf Metall, Glas oder Keramik Schmelzfarben auftragen möchte. Die Hitze, die sich im Muffelofen ergibt, stellt dann die Verbindung mit dem Untergrund her. Bei der Brandmalerei verwendete Technik. Behandlung von Wachsfarben (Enkaustik).

EINLEGEARBEIT: Im Kunsthandwerk gibt es Einlegearbeiten, die am häufigsten in Verbindung mit Holz oder Metall hergestellt werden. Bei Holz unterscheidet man zwischen versenkten Arbeiten (Intarsien) und solchen, die sich innerhalb einer Furnier befinden. Marketerie, Boullearbeit). In Metall vorgenommene Einlegearbeiten aus andersfarbigen Metall heißen Tauschierung.

Die in China und Japan beliebte Einlegetechnik in lackiertem Holz oder in Elfenbein wird jap. Shibayama genannt.

Niello und Emailarbeiten bezeichnet  man für gewöhnlich nicht als Einlegearbeit, weil sie nicht in festem Zustand, sonder pastenförmig in die Metallausnehmung eingebracht werden und erst nach dem Erhärten ein einlageähnliches Aussehen annehmen.

Eine Abart der Einlegearbeit ist die „Inkrustierte Fassung“. Im 19Jh. Gab es bei den Schildpattarbeiten „Einlegearbeiten“ in Silber und Gold. Auch mit Elfenbein und Perlmutt wurde viel gearbeitet.

EINSCHLAGEN: Das Anbringen von Marken mittels Punzen. Amts-, Feingehalts- und Firmenpunzen an Edelmetallgegenständen. Einschlagungen von Punzierungen unterschiedlichster Art wie z.B. Handarbeit Alpaka – Silber, Doublße u.s.w. können an Edel- und Unedelmetallgegenständen durchgeführt werden.
Einschlagen einer ornamentalen Verzierung mittels Musterpunzen.

EINSCHLEIFEN: Bei bestimmten Fassungen müssen Edelsteine in nicht vorhandenen Steingrößen, eingeschliffen werden. Das gleiche gilt auch bei Reparaturen, wenn Steine verloren oder ausgebrochen sind und ersetzt werden müssen.
Solche Edelsteine müssen vom Edelsteinschleifer für die vorgesehene Fassung angepasst und eingeschliffen werden.

EMAIL: Schmelzmasse aus Quarzsand, Flussspat, Borax, Soda und Bleioxid, durch Metalloxidpigmente gefärbt; oft zur Verzierung von Armbanduhrgehäusen und Zifferblättern, aber auch in der Schmuckindustrie verwendet

EXPERTISE: Auch Zertifikat betitelt ist eine schriftliche Beglaubigung für ein Schmuckstück oder Edelstein. Jeder ausgebildete Fachmann kann eine solche Expertise ausstellen.

FEINGEHALT VON EDELMETALL: Siehe EDELMETALL/LEGIERUNGEN

FOURNITUREN: sind Bestandteile / Halbfabrikate für Uhrmacher und Goldschmiede wie Karabiner, Federringe, Ösen, Ohrclips, Stecker etc.

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